Professional Ship Simulator: Seefahrt-Sim von der gamescom 2026

Auf der gamescom 2026 durften wir Professional Ship Simulator endlich live ausprobieren – und dieser Simulator macht keine Kompromisse. Hier geht es nicht um entspanntes Hafen-Feeling, sondern um echte Schiffsführung mit Physik, Systemen und Verantwortung.

Wir habe eine Stunde lang am Stand von Aerosoft auf der gamescom 2026 einblick zu dem Professional Ship Simulator erhalten und direkt gemerkt: Professional Ship Simulator ist kein Spiel für Gelegenheitsskipper. Hier geht es um echte Seefahrtssimulation, nicht um entspanntes Hafen-Rumtuckern.

Was ist Professional Ship Simulator?

Professional Ship Simulator ist eine tiefgehende Seefahrtssimulation für PC, entwickelt von SWE Systems und veröffentlicht von Aerosoft. Der Early Access startet am 16. September 2026 über Steam. Das Ziel ist klar: maximale Authentizität bei Schiffsführung, Navigation und Hafenmanövern.

Im Gegensatz zu vielen anderen „Schiffssimulationen“, die eher auf Arcade-Feeling setzen, orientiert sich Professional Ship Simulator an echten Simulatoren – ähnlich wie Microsoft Flight Simulator in der Luftfahrt. Das bedeutet: Du musst dich mit Schiffssystemen, Physik, Wetter und Navigation auseinandersetzen.

Simulator vs. Arcade: Wo liegt der Unterschied?

Bei Simulationsspielen gibt es grob zwei Lager: Arcade und Simulation. Titel wie Ships At Sea bewegen sich im sogenannten „Simcade“-Bereich – sie sehen aus wie Simulatoren, haben aber vereinfachte Physik, leichtere Steuerung und weniger Systemtiefe. Ein Schiff reagiert hier oft direkter und sind damit realitätsferner.

Echte Simulatoren wie Professional Ship Simulator, Train Sim World oder Microsoft Flight Simulator bilden dagegen reale physikalische Prozesse ab. Hier wirken Propellerdrehmoment, Strömung, Wind, Ufer-Effekte und sogar die Ladungsverteilung auf die Stabilität des Schiffs. Ein falsch beladener Frachter kippt nicht nur optisch – er verhält sich auch physikalisch instabil.

Zusätzlich musst du echte Bordsysteme bedienen: Radar mit AIS/CPA, Sonar, Funk, Energieverteilung und mehr. Das ist kein „Drück A und das Schiff fährt“-Erlebnis, sondern ein Lernprozess, der Zeit und Aufmerksamkeit fordert. Genau das macht den Reiz für Sim-Fans aus.

Professional Ship Simulator: Realistische Schiffsbrücke mit Radar, Navigationskarte und simulierten Bordsystemen. Bildnachweis: Aerosoft / SWE Systems
Professional Ship Simulator: Realistische Schiffsbrücke mit Radar, Navigationskarte und simulierten Bordsystemen. Bildnachweis: Aerosoft / SWE Systems

Unser Eindruck von der gamescom 2026

Auf der gamescom 2026 gab es eine einstündige Hands-Off-Demo mit drei Modi: Karriere, Tutorials und Open World. Komplex ist bereits das ablegen von dem Pier, bei dem man die Leinen losmachen muss und vorsichtig von dem Pier wegnavigiert. Es gibt eine Vielzahl an Schiffen mit ihren eigenen physikalischen Eigenschaften und Missionen. Nicht jede Mission kann bei jedem Wetter abgeschlossen werden. Der Wellengang, Tiefgang und mehr muss immer beachtet werden.

Maps, Schiffe und Missionen

Zum Early Access-Start gibt es zwei große Gebiete: die Insel Rügen (60 × 120 km) und die Straße von Dover (140 × 140 km), beide im Maßstab 1:1 basierend auf realen geografischen Daten. Über 40 Häfen, echte Seezeichen und dynamischer KI-Verkehr sorgen für Abwechslung.

Die verfügbare Flotte umfasst aktuell neun Schiffstypen: Schlepper, Fischtrawler, Rettungsschiff, Offshore-Schiff, Yacht, Containerschiff, Massengutfrachter, LNG-Tanker und Kreuzfahrtschiff. Während des Early Access sollen weitere Schiffe, Missionen und Szenarien hinzukommen.

Es gibt acht verschiedene Missionstypen, darunter Gütertransport, Fährbetrieb, Fischerei mit Sonar, Offshore-Logistik, Schlepphilfe, Bojenwartung, Rettungsmissionen und Brandbekämpfung. Jede Mission erfordert präzise Steuerung und ein Verständnis der Schiffssysteme.

Professional Ship Simulator: Eine Fähre läuft in einen Hafen ein und zeigt die detaillierte maritime Spielwelt. Bildnachweis: Aerosoft / SWE Systems
Professional Ship Simulator: Eine Fähre läuft in einen Hafen ein und zeigt die detaillierte maritime Spielwelt. Bildnachweis: Aerosoft / SWE Systems

Early Access: Was ist drin, was kommt noch?

Die Early Access-Version bietet bereits eine solide Basis mit Kernsystemen, zwei großen Spielgebieten, acht Missionstypen, ersten Szenarien und schrittweisen Tutorials. Die Entwickler planen, während des Early Access kontinuierlich neue Schiffe, Missionen, Szenarien und verbesserte Tutorials hinzuzufügen. Modding-Support ist fest geplant, aber nicht zum Start verfügbar – er soll im Laufe des Early Access integriert werden.

Der Early Access soll voraussichtlich bis Mitte 2027 laufen, abhängig vom Community-Feedback. Der Preis bleibt während des Early Access unverändert, eine Anpassung könnte erst zum Vollrelease erfolgen.

Fazit

Professional Ship Simulator ist kein Spiel für jeden – aber genau das ist seine Stärke. Wer echte Seefahrtssimulation sucht, ohne Arcade-Kompromisse, bekommt hier ein authentisches Erlebnis mit Tiefgang. Die Demo auf der gamescom 2026 hat gezeigt, dass das Fundament stimmt und hier eine bisher unbediente Niche gefunden werden kann.

Release: 16. September 2026 (Early Access, PC/Steam)
Preis: noch nicht bekannt
Entwickler: SWE Systems
Publisher: Aerosoft

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Justin Link
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